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Archive for October 2010
So halten Sie Ihr Gedächtnis fit
October 13, 2010 by SUM.
Wie halten Sie Ihr Gedächtnis fit? Eine Möglichkeit ist, alle Arten von Tests zu machen, oder sich an Details zu einem Ereignis zu erinnern. Wir alle vergessen Dinge, bis etwas oder jemand uns an etwas erinnert, und der Prozess des Erinnerns beginnt. So erging es mir im Jahr 1999. Bis zu diesem Jahr hatte ich nicht mehr an ein Ereignis gedacht, das sich kurz nach meinem 18. Geburtstag ereignet hatte. Aber nachdem ich an etwas erinnert worden war, das in dieser Zeit stattgefunden hatte, fing ich in den kommenden Monaten und Jahren so langsam an mich an Details zu erinnern. Die Hauptpersonen bei diesem Ereignis waren 2 Mädchen aus meiner Heimatstadt, ein Freund eines der Mädchen, auch aus meiner Heimatstadt, ihr zukünftiger Schwiegervater und ein junger ausländischer Anhalter. Der Freund, den sie später heiratete, wurde Pilot bei der deutschen Bundeswehr und machte dort Karriere. Allerdings starb er im Januar 1999 auf einem seiner Flüge mit einem Tornado-Kampfjet (Siehe http://www.ejection-history.org.uk/Aircraft_by_Type/Tornado_Germany.htm).
Jetzt wollen wir mal in die Zeit des Ereignisses zurückgehen. Es war im Sommer 1971, als eine Freundin aus meinem Heimatort, mit der ich auch auf dasselbe Gymnasium ging, eine Reise nach München vorschlug, wo ihr Freund zur Universität ging. Ihr Freund war an einer Universität von der Bundeswehr eingeschrieben, wo er für ein Ingenieurstudium studierte. Sie fragte auch noch ein anderes Mädchen aus unserem Heimatort, um uns auf dieser Reise zu begleiten. Wir beide beschlossen sie zu begleiten, und ihr zukünftiger Schwiegervater fuhr uns nach München. Dort setzte er uns dann ab, aber bevor er uns verließ, half er uns einen Platz zu finden, wo wir unser Zelt aufstellen konnten. Wir stellten tatsächlich unser Zelt auf einer Wiese eines Bauernhofes in Fürstenfeldbruck auf. Ich erinnere mich noch daran, dass der Vater ihres Freundes zum Bauer ging und ihn fragte, ob wir auf seiner Wiese zelten könnten. Und der Bauer erlaubte tatsächlich unser Zelt dort aufzuschlagen. Nachdem der Vater ihres Freundes uns bei der Aufstellung des Zeltes geholfen hatte, wir hatten nur ein Zelt bei uns, waren wir uns selbst überlassen. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, welche Sanitäranlagen wir benutzten, aber ich erinnere mich noch daran, dass wir kalte Ravioli aus der Dose aßen, was allerdings kein Spaß machte. Wir blieben dort etwa eine Woche.
Ich erinnere mich auch, um von einem Ort zum anderen zu kommen, mieteten wir Motorroller. Auf einem meiner von mir allein unternommenen Ausflüge nahm ich einen jungen Anhalter mit. Da er kein Deutsch sprach, er sprach Englisch, dachte ich mir, ich könnte vielleicht mit Hilfe der beiden anderen Mädchen herausfinden, wie man ihm helfen kann. Ich verstand ihn nicht, weil ich damals kein Englisch sprach. Die Fremdsprachen, die ich auf dem Gymnasium lernen musste, waren Latein und Französisch. Als wir bei dem Zelt eintrafen, war nur eines der Mädchen anwesend, aber auch sie war keine Hilfe, weil ein junger Mann bei ihr war und sie auch kein Englisch sprach. Das andere Mädchen war bei ihrem Freund in der Kaserne und erschien erst am nächsten Tag. Ich erinnere mich auch daran, dass das Wetter sehr unangenehm war, und dass es sowohl am Abend als auch in der Nacht unaufhörlich regnete. Da ich nicht wusste, was ich in dieser Situation machen sollte, ließ ich zu, dass er im Zelt verblieb. Am nächsten Morgen dann machte er sich davon und danach habe ich ihn nie wiedergesehen. Im Laufe der Zeit verblasste dieses Ereignis aus meiner Erinnerung, aber Jahre später wurde ich von einer anderen Person an dieses Ereignis erinnert und so langsam konnte ich mich an mehr Details erinnern.
Nun, es ist sicherlich hilfreich, wenn Sie irgendein konkretes Erinnerungsobject zu einem Ereignis haben. Ich wusste nicht, dass irgend etwas von dieser Reise existierte, bis meine jüngste Schwester mir vor Jahren zeigte, ich glaube das war im Jahr 2003, dass ich damals, als ich im Sommer 1971 in München-Fürstenfeldbruck gewesen war, eine Postkarte an meine Familie geschrieben hatte. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, dass ich eine Postkarte geschrieben hatte, aber hier war sie. Ein Token einer ungewöhnlichen Reise. Jetzt bin ich froh, dass meine Mutter die Postkarte in all diesen Jahren aufbewahrt hatte. Sie hat mir geholfen, mich an mehr Details zu erinnern.

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